Vorstellung von King of Kings Community Herzliya durch Ehepaar Geppert aus Israel

Auf der Suche nach einem konkreten Spendenprojekt in Israel, zu dem es auch einen persönlichen Bezug gibt, wurde ein Sonntag mit Daniel und Jalene Geppert aus Herzliya nahe Tel Aviv angesetzt. Aufgewachsen in Weinheim, kam Daniel als „Ausländer“ nach Israel, wo er als Volontär in einem Jerusalemer Krankenhaus seine aus Kanada stammende Ehefrau kennen und lieben lernte. Ihr klarer Ruf Gottes führte beide zu aki (Arbeitskreis Israel), wo Daniel als Pastor bei King of Kings in Herzliya angestellt ist. In seiner Predigt ging es darum, warum Israel aus geistlicher Sicht wichtig ist. Wie unser Israelverständnis aufgrund der politischen Situation auch aussehen mag, Israels Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Mit zahlreichen Bibelstellen aus altem und neuem Testament belegte Daniel die Bedeutung des Volkes Israel für die Rettung der Welt. Israel dient als Licht für die Heiden, also auch für uns, und soll uns daran erinnern, dass wir von der Wurzel (Gott) getragen werden. Obwohl es nur ca 25.000 Gläubige Judenchristen in Israel gibt, wächst die Zahl – auch der Krieg dient dabei als Wachrüttler vor allem unter jungen Menschen. Unser Dienst am Volk Israel besteht hier vor allem im Gebet.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen stellten Gepperts ihren Dienst konkret vor. King of Kings, vor 40 Jahren gegründet, ist ein Netzwerk von 22 Gemeinden und Diensten, wie eine Suppenküche, Gebetshäuser, Zentrum für Musik und Kunst, Gemeindeschulung und ein Zentrum für Ehe- und Familienberatung, das inzwischen in ganz Israel Seelsorge an Traumatisierten leistet. Ihre Gemeinde in Herzliya ist im Wachstum begriffen, weil durch das Feiern der biblisch-jüdischen Feste auch Menschen aus dem städtischen Umfeld angezogen werden. Nach dem 7. Oktober 2023 konnte die Gemeinde Notleidende mit Lebensmitteln und sonstigem Bedarf versorgen. In einer Umfrage unter jungen Erwachsenen wird sichtbar, dass heute mehr gebetet und geglaubt wird, und nur bei einem geringen Prozentsatz der Glaube nachgelassen hat. Regelmäßig finden Taufen im See Genezareth statt. Jalene brennt für die Vision, eine christlich-messianische Privatschule im Herzen Israels aufzubauen und zu leiten, um Kindern eine komplette Schulausbildung fern vom liberalen Denken zu ermöglichen. Noch fehlt es diesem Projekt jedoch am nötigen Raum und Geld.
In noch vielen persönlichen Gesprächen mit dem sympathischen Ehepaar konnten wir sie auch auf privater Ebene gut kennenlernen.
Inzwischen hat die Gemeindeleitung entschieden, dieses Projekt längerfristig zu unterstützen. U. a. soll das Spendengeld auch konkret verwendet werden, um Bedürftige zu unterstützen.